Die Wohngebäudeversicherung gehört zu den wichtigsten Policen, die ein Hauseigentümer abschließen sollte. Sie schützt Ihr Eigenheim vor den finanziellen Folgen schwerwiegender Schäden – etwa durch Feuer, Sturm, Hagel oder Leitungswasser. Ohne diesen Versicherungsschutz kann ein einziger Schadenfall existenzbedrohend sein.
Doch was viele Eigentümer nicht wissen: Viele ältere Policen sind überteuert, unflexibel oder unvollständig. Während die Versicherungswirtschaft in den vergangenen Jahren ihre Tarife angepasst und erweitert hat, sind viele Bestandsverträge unverändert geblieben. Das führt dazu, dass zahlreiche Hausbesitzer heute mehr zahlen, als nötig – und trotzdem auf wichtige Leistungen verzichten.
Ein rechtzeitiger Wechsel kann Ihnen deshalb gleich doppelt nutzen: Sie senken Ihre laufenden Kosten und erhalten zugleich einen zeitgemäßen Versicherungsschutz, der besser auf Ihr Haus und Ihre Lebenssituation zugeschnitten ist.
Warum der richtige Zeitpunkt für den Versicherungswechsel jetzt ist
Marktveränderungen und steigende Prämien
Die Baukosten sind in den letzten zehn Jahren deutlich gestiegen – bedingt durch Materialengpässe, Fachkräftemangel und Inflation. Versicherer passen ihre Tarife regelmäßig an diese Kosten an, damit Schäden im Ernstfall vollständig ersetzt werden können. Für Sie als Eigentümer bedeutet das: höhere Beiträge, auch wenn Ihr Schutz nicht besser geworden ist.
Besonders spürbar sind die Anpassungen in Regionen mit häufiger auftretenden Naturgefahren. Sturmfluten, Starkregen und Hagelschauer haben sich in den letzten Jahren gehäuft. Versicherer kalkulieren diese Risiken in ihre Prämien ein – Bestandskunden zahlen oft mit, auch wenn ihr eigener Vertrag gar keine erweiterten Leistungen enthält.
Neue Tarifstrukturen mit mehr Leistungen
Viele Versicherer bieten heute standardmäßig Leistungen an, die früher nur gegen Aufpreis erhältlich waren. Dazu gehören etwa:
- Absicherung gegen grobe Fahrlässigkeit (z. B. vergessenes Ausschalten einer Herdplatte)
- Mitversicherung von Photovoltaikanlagen
- Schutz bei Überspannungsschäden durch Blitzschlag
- Erstattung von Aufräum- und Abbruchkosten nach einem Totalschaden
Wer noch einen alten Vertrag besitzt, hat diese Leistungen meist nicht inkludiert. Ein Wechsel bringt also nicht nur Einsparungen, sondern auch bessere Leistungen zum gleichen oder günstigeren Preis.
Wann ein Sonderkündigungsrecht besteht
Neben der regulären Kündigungsfrist zum Ablauf des Versicherungsjahres gibt es Situationen, in denen Sie Ihre Hausversicherung außerordentlich kündigen können. Typische Fälle:
- Nach einer Beitragserhöhung
- Nach einem regulierten Schadenfall
- Nach einem Eigentümerwechsel
Dieses Sonderkündigungsrecht ist ein wichtiges Instrument, wenn Sie nicht bis zum regulären Ablauf warten möchten.
Welche Vorteile ein Wechsel der Wohngebäudeversicherung bietet
Kostenersparnis durch neue Tarife
Viele Eigentümer sparen durch den Wechsel mehrere Hundert Euro im Jahr. Beispiel: Ein Einfamilienhaus mit 180 m² Wohnfläche, Baujahr 1995, verursacht im alten Vertrag eine Jahresprämie von 950 €. Ein aktueller Tarif mit identischem oder sogar erweitertem Leistungsumfang liegt bei rund 650 €. Das ergibt eine jährliche Ersparnis von 300 € – bei gleichem Versicherungsschutz.
Leistungsverbesserungen im Schadensfall
Gerade im Ernstfall zeigt sich die Qualität einer Police. Moderne Verträge übernehmen auch Nebenkosten wie:
- Hotelunterbringung während der Reparaturphase
- Mietausfall bei vermieteten Immobilien
- Dekontaminationskosten nach Brand- oder Wasserschäden
Das bedeutet: Sie stehen im Schadenfall nicht allein da, sondern können die Sanierung Ihres Hauses mit deutlich weniger finanzieller Belastung bewältigen.
Zusätzliche Absicherungen für Ihr Eigenheim
Viele Hauseigentümer investieren heute in Modernisierungen – etwa in Wärmepumpen, Smart-Home-Technik oder Solaranlagen. Diese Anlagen sind teuer und sollten ebenfalls abgesichert sein. Moderne Policen lassen sich modular erweitern, sodass Ihr Versicherungsschutz genau auf Ihr Eigenheim zugeschnitten ist.
Typische Risiken beim Abschluss – und wie Sie diese vermeiden
Unterversicherung als größtes Problem
Eines der größten Risiken in der Wohngebäudeversicherung ist die Unterversicherung. Sie entsteht, wenn die Versicherungssumme zu niedrig angesetzt wird. Im Schadenfall ersetzt die Versicherung dann nur einen Teil der Kosten.
Beispiel: Ihr Haus hat einen Wiederaufbauwert von 500.000 €. Ihr Vertrag ist jedoch nur mit 350.000 € versichert. Kommt es zu einem Schaden in Höhe von 100.000 €, ersetzt die Versicherung nur 70 % – also 70.000 €. Die restlichen 30.000 € müssen Sie aus eigener Tasche bezahlen.
Um Unterversicherung zu vermeiden, sollte die Versicherungssumme regelmäßig überprüft und an Baupreissteigerungen angepasst werden.
Unklare Vertragsbedingungen
Nicht jeder Tarif ist transparent. Manche Versicherer schließen bestimmte Schäden aus – etwa Überschwemmung durch Rückstau oder Schäden durch grobe Fahrlässigkeit. Deshalb ist ein genauer Blick in die Vertragsbedingungen entscheidend.
Regionale Unterschiede bei Schadensrisiken
Ein Haus in Bayern ist anderen Risiken ausgesetzt als ein Haus an der Nordsee. Während in Küstenregionen Sturmfluten und Hochwasser im Vordergrund stehen, sind im Süden Deutschlands Hagelschäden häufiger. Gute Tarife berücksichtigen diese Unterschiede.
Für wen sich der Wechsel besonders lohnt
Hauseigentümer mit älteren Verträgen
Wenn Ihr Vertrag älter als zehn Jahre ist, zahlen Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit zu viel. Zudem fehlen wichtige Leistungen, die heute Standard sind.
Eigentümer von modernisierten Immobilien
Wer sein Haus energetisch saniert, eine Wärmepumpe eingebaut oder eine Photovoltaikanlage installiert hat, sollte unbedingt prüfen, ob diese Investitionen im Vertrag enthalten sind.
Kapitalanleger und Vermieter
Für Vermieter zählt nicht nur der Schutz des Gebäudes, sondern auch der Ausfall von Mieteinnahmen. Moderne Policen beinhalten diese Leistung und sichern so auch die Rendite.
Fazit: Jetzt handeln und langfristig profitieren
Die Wohngebäudeversicherung ist kein statisches Produkt, das einmal abgeschlossen und dann vergessen werden kann. Baukosten, Risiken und Tarifstrukturen ändern sich – und damit auch Ihr Bedarf.
Ein Wechsel kann Ihnen helfen, jährlich mehrere Hundert Euro einzusparen, gleichzeitig Ihr Eigenheim besser abzusichern und sich gegen zukünftige Risiken zu wappnen.
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Kann ich meine Wohngebäudeversicherung jederzeit wechseln?
Nein, in der Regel ist ein Wechsel nur zum Ende der Vertragslaufzeit möglich. Eine Ausnahme bildet das Sonderkündigungsrecht, z. B. nach Beitragserhöhung.
Wie viel kann ich durch den Wechsel meiner Hausversicherung sparen?
Je nach Objekt und Tarif sind Einsparungen von mehreren Hundert Euro pro Jahr möglich – bei gleichzeitig besseren Leistungen.
Was bedeutet Unterversicherung?
Wenn die Versicherungssumme zu niedrig angesetzt ist, ersetzt die Versicherung im Schadenfall nur anteilig. Das kann schnell zu erheblichen Eigenkosten führen.
Deckt jede Wohngebäudeversicherung automatisch Elementarschäden ab?
Nein, dieser Schutz muss oft separat abgeschlossen werden. Prüfen Sie daher genau, ob Ihr Tarif Starkregen, Überschwemmung oder Erdbeben einschließt.
Ist ein Versicherungswechsel kompliziert?
Nein. Mit einer klaren Vorgehensweise und unserer Checkliste gelingt der Wechsel reibungslos und ohne Versicherungslücke.







